Raumluft- und Prozesslufttechnik

Deutsches Historisches Museum, Berlin



Aufgabe
Im Rahmen einer Sanierung sollte die Klimatisierung der Ausstellungsräume dezentral erfolgen, um das historische Gebäude möglichst wenig zu verändern. Die Klimageräte sollten die Funktionen Kühlung, Heizung, Außenluftversorgung, Be- und Entfeuchtung übernehmen und dabei eine hohe zeitliche und räumliche Konstanz von Temperatur und Feuchte in den Ausstellungsräumen gewährleisten. Diese Anforderung ist in Museen zum Schutz der Exponate erforderlich.

 

Lösung
Die LTG hat in Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro Transsolar ein dezentral arbeitendes Quellluftsystem entwickelt, bei dem das Klimagerät die o. g. Aufgaben übernimmt. Ein Geräteteil übernimmt hierbei die Funktion der Umluftkühlung, Umluftheizung, Be- und Entfeuchtung der Luft. Dieser Zuluftstrom dient zur Klimatisierung der Exponate und wird gleichmäßig über die Raumhöhe verteilt. Der zweite Geräteteil saugt Außenluft an, filtert sie und bläst sie mit einer definierten Untertemperatur in den Raum. Diese Quellströmung dient zur Klimatisierung der Aufenthaltszone und verteilt sich als Frischluftstrom bis in große Raumtiefen.

 

 Zur Überprüfung dieses Konzeptes wurde im Raumströmungslabor der LTG ein Fassadenabschnitt des Zeughauses aufgebaut. Die Visualisierung der Raumströmung in einem 1:1 Versuch zeigte eine optimale Verteilung der Frischluft in der gesamten Aufenthaltszone. Die Messung von Luftgeschwindigkeit und Raumlufttemperatur zeigte in allen Fällen eine homogene Verteilung, so dass der thermische Komfort in der Aufenthaltszone gewährleistet ist.


Vorteil
Das Resultat ist ein dezentrales Klimatisierungssystem, das besonders hohe Ansprüche an die Funktionssicherheit erfüllt und besonders für die Sanierung und Klimatisierung hoher Räume geeignet ist.
 


 
 
 
 
© LTG Aktiengesellschaft 2006